Der 56-Jährige ist seit knapp 35 Jahren bei Porsche. Angefangen hat er in der Lackiererei – eine Stelle, die er nur bekam, weil er die Absage ignorierte und sich hartnäckig bis zum Chef durchfragte. Seit 1990 ist er im Betriebsrat, seit 1994 ist er dafür freigestellt. 2002 übernahm er das Amt des Betriebsratsvorsitzenden von Porsche. Im Jahr 1998 zog er im Rahmen seiner Tätigkeit auch in den Aufsichtsrat ein, seit 2010 ist er stellvertretender Vorsitzender. Zudem engagiert er sich in der IG Metall.
Der meinungsfreudige Betriebsrat hat in den vergangenen Jahren zahlreiche wichtige Weichenstellungen bei Porsche begleitet, unter anderem die Übernahmeschlacht zwischen Porsche und VW und den Wandel zur Elektromobilität. Er erlebte die Fast-Pleite des Sportwagenherstellers Anfang der 90er-Jahre ebenso mit wie die Rettung und den Höhenflug unter Wendelin Wiedeking, dem der Absturz nach der verlorenen Übernahmeschlacht mit VW folgte. Der Verlust der Selbstständigkeit war ein harter Schlag für die stolze Marke, doch Porsche hat es geschafft, sich im Konzern zu behaupten. Die Marke hat inzwischen mehr als 30.000 Mitarbeiter. Hück hat mit seinem "Zukunftsbeitrag" durchgesetzt, dass das zukunftsweisende Elektromodell Taycan nach Stuttgart kommt.
"Uwe Hück ist eine Kämpfernatur – ob im Boxring oder am Verhandlungstisch –, er nimmt kein Blatt vor den Mund und er hat ein großes Herz", sagte Porsche-Chef Oliver Blume. "Streitbar und kampflustig, aber immer auch sehr wirtschaftlich denkend – so habe ich Uwe Hück kennen und schätzen gelernt", ergänzte Aufsichtsratschef Wolfgang Porsche.