Das Angebot der Europäer, alle Zölle auf Autos zwischen der EU und den USA abzuschaffen, hat US-Präsident Donald Trump brüsk abgelehnt. Es sei "nicht gut genug". Die EU sei "fast so schlimm wie China, nur kleiner". Das lässt für die Zukunft nichts Gutes erwarten. Welche Folgen eine Eskalation für die deutsche Autobranche hätte, haben Beamte im Bundeswirtschaftsministerium ausgerechnet: Eine Anhebung der US-Autozölle von 2,5 auf 25 Prozent würde die deutsche Autobranche demnach zwischen fünf und sieben Milliarden Euro kosten, wie das "Handelsblatt" berichtet. Das entspricht rund 0,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. In absoluten Zahlen dürfte Deutschland damit stärker betroffen sein als Kanada, Japan und Mexiko.
Dennoch rechnet die Bundesregierung nicht mit einem Anstieg der Arbeitslosigkeit in Deutschland. Michael Theurer, Wirtschaftsexperte der FDP, geht allerdings davon aus, dass die Regierung das Problem aus diplomatischen Gründen kleinredet und die Auswirkungen größer sein würden. Trump hatte früher selbst die Abschaffung der Zölle gefordert. Momentan sind die Zölle der EU auf US-Autos höher als umgekehrt. Dennoch geht die EU-Kommission davon aus, dass die europäischen Hersteller von einem Wegfall der Zölle stärker profitieren würden als die amerikanischen.
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