Wolfsburg. Aktuelle Fahrzeuge wie der XL1 zeichnen sich durch kontinuierlich steigende Komplexität aus. Somit müssen Servicemitarbeiter immer umfangreicher bei neuen Fahrzeugen und innovativen Funktionen unterstützt werden. Das Projekt MARTA (Mobile Augmented Reality Technical Assistance) wird auf der InsideAR, der weltgrößten Augmented Reality Conference, in München am 11. Oktober von Werner Schreiber, Leiter Volkswagen Konzernforschung, Virtuelle Techniken, vorgestellt.
Im Alltag bedeutet das für die Mitarbeiter des Volkswagen Service, dass die Arbeitsweise und Reihenfolge der durchzuführenden Arbeiten stark von der Ausstattung des Fahrzeugs abhängt. Um diese zunehmende Komplexität leichter bewältigen zu können, müssen Mitarbeiter effizient in ihrer Arbeitstätigkeit unterstützt werden. Hierzu bedarf es einer gezielten Weiterentwicklung der klassischen Reparaturanweisungen, die dem Mitarbeiter fallspezifisch und Schritt für Schritt die durchzuführenden Arbeiten mit entsprechenden Zusatzinformationen wie die zu verwendenden Werkzeuge, Montageeinstellungen und Prüfvorschriften aufzeigt.Hierzu wurde bei Volkswagen speziell für den XL1 ein neues Anzeigesystem für Werkstattinformationen entwickelt, das erstmalig auch auf Tablets zur Verfügung steht und dem Werkstattmitarbeiter die nächsten Arbeitsschritte direkt darstellt. Dabei setzt das MARTA-System, das zusammen mit der Firma Metaio entwickelt wurde, reale und virtuelle Bauteile in einen dreidimensionalen Bezug.Augmented Reality
Unterstützung für die VW-Werkstatt
Bei Volkswagen wurde speziell für den XL1 mit MARTA ein neues Anzeigesystem für Werkstattinformationen entwickelt, das erstmalig auch auf Tablets zur Verfügung steht.
Arbeitsanweisungen anschaulich dargestellt
Nach dem bisherigen Prinzip konnte der Service-Techniker nur einen digitalen Reparaturleitfaden aufrufen. Für den XL1 wurde dieser Leitfaden um die Augmented Reality Funktion MARTA ergänzt, sodass einzelne Bauteile und Elemente „beschriftet“ sind und Arbeitsanweisungen anschaulich dargestellt werden.
Bei Aufruf von MARTA listet das System alle durchzuführenden Arbeiten nebst benötigten Einrichtungen auf. Jede Arbeitsaufgabe beginnt mit der sogenannten Initialisierung. Im Display des mobilen Endgeräts wird die Silhouette des Fahrzeugs eingeblendet, die dem Mitarbeiter aufzeigt, welche Position zum Fahrzeug einzunehmen ist. Stimmen Silhouette und das Kamerabild des realen Fahrzeugs überein, ist die Initialisierung erfolgreich abgeschlossen. Damit können auf dem Tablet die einzelnen Arbeitsschritte kontextgerecht in das Live-Kamerabild eingeblendet werden. Dem Mitarbeiter steht somit ein neues System zur Verfügung, durch das Arbeitspunkte schneller und eindeutig identifizieren werden.
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