München. Der seit zwei Generationen in Familienbesitz geführte Ford-Händler Niedermair & Reich in München muss schließen. Die Weiterführung des Unternehmens sei wirtschaftlich nicht mehr vertretbar gewesen, sagte Geschäftsführer Anton Reich. Das Unternehmen sei einer drohenden Insolvenz zuvor gekommen, sagte er der Automobilwoche. "Wir haben die Notbremse ziehen müssen. Es ging einfach nicht mehr."
Das Aus für das 1945 gegründete Traditionsunternehmen sei unvermeidbar gewesen, weil der Kostendruck zuletzt immer größer geworden sei. "Auch der Hersteller und die Banken haben immer mehr Druck gemacht. Das war des Guten zu viel," zeigte sich Reich gegenüber Automobilwoche enttäuscht. Niedermair & Reich verkauft in München neben Ford auch Fahrzeuge der Marken Mazda, Volvo, Jaguar, Land Rover und Fiat.
Die Situation in München sei für einen mittelständischen Familienbetrieb immer schwieriger geworden, sagte Reich, der auch im Ford-Händlerbeirat aktiv ist. "Sie haben hier zum einen die großen Niederlassungen der Hersteller, zum anderen die Riesenhäuser der großen Gruppen. Da kommen die mittelgroßen wie wir unter die Räder", schildert Reich die Entwicklung. Auch in anderen Verkaufsregionen mit ähnlichen Strukturen werde es für die kleinen und mittleren Händler wohl immer schwieriger, bestehen zu können, fügte er hinzu. "Die sind auf Dauer nicht überlebensfähig," sagte er.