Nach dem schweren Erdbeben vom Freitag haben die Hersteller Toyota und Honda die Produktion in mehreren japanischen Fabriken eingestellt. Das berichtet unsere Schwesterzeitschrift Automotive News. Das Beben erschütterte das Land um 14:46 Uhr Ortszeit, das entspricht 6:46 Uhr deutscher Zeit.
Die vorübergehende Schließung der Fabriken könnte Folgen für den Export der Modelle Toyota Yaris, Scion xB und xD sowie Honda Fit in die USA haben. Toyota hat nach eigenen Angaben Arbeiter aus Werken in der Erdbebenzone evakuiert. Der Hersteller fertigt im Norden Japans Teile und hat dort zwei Tochtergesellschaften, Kanto Auto Works Ltd und Central Motors Co, die Kleinwagen bauen. Die Werke in der Nähe des Toyota-Hauptquartiers in Zentral-Japan arbeiteten nach einer kurzen Pause normal weiter.
Das schwerste Erdbeben in der Geschichte des Landes erreichte eine Stärke von acht bis neun auf Richterskala und löste einen Tsunami aus, der die Ostküste der japanischen Hauptinsel überspülte. Sowohl durch das Erdbeben als auch durch den Tsunami kam es zu Verwüstungen. Die Zahl der Toten und Verletzten steht noch nicht fest. Noch Stunden nach dem großen Beben erschütterten Nachbeben die Region.
Die beiden japanischen Autokonzerne Nissan und Honda stellen die Produktion in sämtlichen heimischen Fabriken vorübergehend ein. Das berichtet die Nachrichtenagentur Kyodo. Im Forschungs- und Entwicklungszentrum von Honda starb eine Person, 30 wurden verletzt, als eine Mauer aufgrund des Bebens einstürzte. (Mit Material von dpa)