Warwick/Tokio. Toyota hat von BMW die Spitzenposition als wertvollste Automobilmarke zurückerobert. Das gelang den Japanern trotz ihrer imageschädigenden Rückrufaktionen im vergangenen Jahr und trotz der bislang noch nicht absehbaren Langzeitfolgen der Natur- und Atomkatastrophe in Japan.
In der jetzt veröffentlichten alljährlichen Übersicht des renommierten US-Marktforschungsunternehmens Millward Brown kam Toyota auf einen Markenwert von 24,2 Milliarden Dollar - ein Plus von elf Prozent gegenüber dem Vorjahr. BMW rutschte auf Platz zwei mit 22,425 Milliarden Dollar, eine Steigerung um drei Prozent. 2010 hatte sich BMW beim Markenwert um Haaresbreite vor dem wesentlich deutlich größeren Toyota-Konzern platzieren können.
Mercedes verbesserte sich noch stärker als Toyota um zwölf Prozent und kommt jetzt auf Rang drei der wertvollsten Automarken mit 15,34 Milliarden Dollar. Den stärksten Anstieg aber verzeichnet Nissan mit einem Plus von 17 Prozent auf 10,01 Milliarden Dollar. Zu den Verlierern zählt Honda mit einem Minus von einem Prozent auf 14,18 Milliarden Dollar, was immerhin noch Rang vier bedeutet. Volkswagen steigerte sich um sechs Prozent auf 7,408 Milliarden Dollar Marktwert. Zu den erstaunlichsten Aufsteigern gehört Ford mit einem Plus von fünf Prozent auf 7,394 Milliarden Dollar, fast gleichauf mit VW. Insgesamt steigerten die untersuchten Automarken ihren Marktwert um sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr.
In der Gesamtschau der wertvollsten Marken der Welt kommt Toyota damit auf Rang 27, BMW auf Rang 30. Das Ranking von Millward Brown beruht auf detaillierten Finanzdaten der untersuchten Unternehmen und auf den Ergebnissen aus Befragungen von mehr als zwei Millionen Konsumenten weltweit.