Genf. Der weltgrößte Autobauer Toyota hat kein Interesse an einer Übernahme von Werken oder Kapazitäten von Opel oder General Motors in Europa. "Die schlichte Antwort ist nein. Wir haben derzeit eine Kapazität von rund 800.000 Fahrzeugen in Europa, die natürlich ebenso wie bei allen anderen Herstellern nicht vollständig genutzt wird."
Das Werk im tschechischen Kolin, das auch die PSA-Modelle Citroen C1 und den Peugeot 107 herstellt, sei derzeit vollständig ausgelastet, hob Dombreval hervor. Im französichen Werk Valenciennes, in dem der Kleinwagen Yaris gebaut wird, liege die Auslastung zwischen 70 und 80 Prozent. Die übrigen Werke im britischen Burnaston (Avensis, Auris), im türkischen Adapazari (Auris, Corolla Verso), im russischen St. Petersburg (Camry) und im portugiesischen Ovar (Dyna, Hiace, Optimo) seien dagegen deutlich unterausgelastet. Genaue Zahlen dazu nannte Dombreval nicht.
"Die Abwrackprämie in Deutschland hilft vor allem unseren Mini- und Kleinwagen", sagte Dombreval. Für das Gesamtjahr erwartet der Vertriebschef allerdings keine positive Entwicklung in Europa. "Europa inklusive Russland wird nach unserer Einschätzung in diesem Jahr auf 15 Millionen Neuzulassungen kommen nach 21 Millionen im Jahr zuvor." Beim Genfer Automobilsalon hatte Toyota-Europachef Tadahi Arashima zuvor angekündigt, in diesem Jahr in Europa den Marktanteil auf sechs Prozent zu erhöhen von 5,3 Prozent im Vorjahr.