Berlin. Ulrich Selzer, Geschäftsführer von Toyota Deutschland, hat auf dem Automobilwoche Kongress einen Rückblick auf die vergangenen vier Jahre und einen Blick in die Zukunft geworfen.
In den letzten vier Jahren hatte die Marke erhebliche Probleme: Die Rückrufe in Amerika, die Finanzkrise, das Erdbeben in Japan und jetzt die Flut in Thailand haben die Marke schwer gebeutelt und vor allem Image gekostet. Toyota hat in dieser Zeit auf seine Stärken gesetzt. Das Wichtigste für die Marke ist die Kundenzufriedenheit, der sich jeder Mitarbeiter verpflichtet fühlt.Zu den Maßnahmen, die Toyota wieder noch vorn bringen sollen, gehören neben der Überarbeitung der Qualitätskontrolle auch die Delegation von Verantwortung, sowohl von der Zentrale auf die Importeur, zum Beispiel Deutschland, als auch von der Führung ins Deutschland auf einzelne Mitarbeiter. Das Marketing konzentrierte sich in dieser Zeit darauf, Sympathie bei den Menschen zu wecken, insbesondere durch Werbung, die auf die beliebten Tier-Spots zurückgriff. Die Kernmodelle wie Avensis und Prius wurden überarbeitet mit besonderer Berücksichtigung der Umweltaspekte.Toyota setzt schon seit Jahrzehnten auf Hybrid und hat vor 14 Jahren den ersten Prius eingeführt. Selzer gab zu, dass dies zu Beginn sehr schwierig für die Händler war, inzwischen ist jedoch die Akzeptanz stark gestiegen und das Modell wird im kommenden Jahr zu einer Familie ausgebaut, zu der unter anderem das Plug-In-Modell und ein Van gehören. Im Laufe der Zeit hat Toyota allerdings gelernt, dass die Kunden zwar Wert auf Umweltaspekte legen, aber nicht bereit sind, dafür Kompromisse zu machen: So waren zum Beispiel viele nicht bereit, einen kleineren Kofferraum des Auris Hybrid im Vergleich zum Benziner-Modell zu akzeptieren. Konsequenz: Der nächste Auris Hybrid bekommt einen größeren Kofferraum. (Foto: W. Schuering)
Einen Überblick über das Kongress-Programm und die Referenten finden Sie unter www.automobilwoche-kongress.de