Toyotas neues Werk in Mexiko wird deutlich kleiner ausfallen als bisher geplant. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, soll es rund 30 Prozent kleiner werden. Das Investitionsvolumen beträgt jetzt 700 Millionen Dollar, nach bisherigen Planungen war es eine Milliarde Dollar. Pro Jahr sollen in Guanajuato 100.000 Autos gebaut werden, zuvor hatte der Hersteller die doppelte Menge angepeilt.
Zur Begründung hieß es, die Produktionsstrategie für Nordamerika habe sich geändert. Allerdings liegt ein Zusammenhang mit der Politik von US-Präsident Donald Trump nahe. Dieser hatte den in Mexiko produzierenden Autobauern mehrfach mit hohen Strafzöllen gedroht. Er will damit erreichen, dass sie die Autos in den USA bauen und damit dort Arbeitsplätze schaffen. Die meisten der in Mexiko gebauten Autos werden in die USA importiert, was aufgrund der nordamerikanischen Freihandelszone NAFTA bisher zollfrei und unkompliziert möglich war. Auf Trumps Initiative wird das Abkommen zur Zeit neu verhandelt.
Toyota hat insgesamt zehn Fabriken in acht US-Bundesstaaten, in denen mehr als zwei Millionen Autos pro Jahr gebaut werden. Neben Toyota hatte Trump auch andere Autobauer attackiert, die in Mexiko Autos für den US-Markt produzieren, unter anderem die amerikanischen Autobauer General Motors und Ford.
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