Tesla wird sein künftiges Kompakt-SUV Model Y in Fremont in Kalifornien bauen, wo bereits die anderen Fahrzeuge des Elektroauto-Herstellers produziert werden. Das hat Firmenchef Elon Musk im Podcast "Riding the Lightning" angekündigt. Er sei zunächst skeptisch gewesen, ob das sinnvoll sei, aber sein Team habe ihn überzeugt, dass das Model Y in Fremont schneller in großer Stückzahl produziert werden könne als in Sparks in Nevada. Dort betreibt Tesla seine Gigafactory, aus der die Batterien und Elektromotoren für die Autos kommen. Dort hätte auch ein Montagewerk für Fahrzeuge errichtet werden können, dies hätte aber erheblich länger gedauert als die Produktion in Fremont anlaufen zu lassen. Für ein Werk in Nevada hätte gesprochen, dass dort mehr Platz zur Verfügung steht und die Löhne geringer sind. Musk sprach von einem engen Rennen zwischen den beiden Standorten.
Die Produktion des Model Y soll nach derzeitiger Planung Ende 2020 beginnen. Als Kompakt-SUV tritt es in einem boomenden Segment an und soll dabei helfen, Tesla zum Massenhersteller zu machen. Damit hat bereits das Model 3, eine Mittelklasse-Limousine, begonnen. Tesla hatte anfange massive Probleme mit der Produktion. Der Hersteller steht unter Druck, sein Aktienkurs ist deutlich gesunken, was auch Musk als einen der größten Aktionäre viel Geld gekostet hat. Erstens gibt es immer wieder Berichte über brennende Fahrzeuge und Probleme mit dem "Autopilot"-System, zweitens bringen die Konkurrenten immer mehr E-Autos auf den Markt.
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