Hamburg. Der Elektroauto-Hersteller Tesla und BMW führen derzeit Gespräche über eine Kooperation. Das sagte Tesla-Chef Elon Musk in einem Interview mit dem "Spiegel". Als Felder einer möglichen Zusammenarbeit nannte er Batterietechnik und Ladestationen, aber auch um die relativ günstigen Karbonfasern, die BMW zusammen mit SGL produziert: "Das könnte für unsere Karosseriebauer interessant sein."
Eine Tesla-Sprecherin bezeichnete die Gespräche gegenüber der "Wirtschaftswoche" als informell. Von BMW gibt es bisher keine Stellungnahme. Manager beider Unternehmen hatten sich schon im Juni getroffen, um über Elektromobilität zu sprechen.
Musk will mehr Batterien produzieren, um die Preise zu senken. Die künftige Mittelklasse-Baureihe Model 3 "zielt auf den Massenmarkt". Es soll in etwa drei Jahren auf den Markt kommen. Dann könnte sich auch das Verhältnis zu BMW ändern. Bisher sieht Musk die Bayern nicht als Konkurrenz, weil sie pro Jahr zwei Millionen Autos bauen, Tesla hingegen nur 30.000.
Am Rande sprach Musk auch über seine Visionen für den Verkehr der Zukunft. Er kann sich autonom fahrende kleine Autos vorstellen, die als Nachfolger der heutigen Taxen Fahrgäste aufsammeln und sie dorthin bringen, wo sie hinwollen. Und er setzt auf Tunnel, weil die Straßen im Moment noch zweidimensional sind. Die Alternative zu Tunneln lehnt Musk ab: "Fliegende Autos sind laut. Und sie können einem auf den Kopf fallen."