Graz. Ende September startete in Graz das EU-Projekt ACOSAR (Advanced Co-Simulation Open System ARchitecture). Das Projektkonsortium besteht aus führenden europäischen Fahrzeugherstellern, Zulieferern und Forschungseinrichtungen, die gemeinsam an der Standardisierung für modulare, verteilte und offene Systementwicklung arbeiten.
Das Ziel des Projekts ist die Entwicklung einer Systemschnittstelle, mit der sich Echtzeitsysteme auch über größere Entfernungen hinweg verbinden und zu einem gemischt virtuell, realen und funktionalen Prototypen zusammenführen lassen. Das Projekt wird vom Grazer Forschungszentrum Virtual Vehicle geleitet. Als Ergebnis erwartet man sich kostengünstigere Entwicklungsprozesse sowie Möglichkeiten für neue Geschäftsmodelle.
Strengere Vorschriften der Gesetzgeber (beispielsweise EURO VI oder „Zero Emission Zonen“), die steigende Bevölkerungszahl in Städten, der boomende asiatische Automarkt und immer individueller werdende Kundenanforderungen stellen europäische Fahrzeughersteller vor eine große Herausforderung: Der Markt braucht eine große Anzahl verschiedenster Fahrzeugvarianten – und diese führen zu zeit- und kosteneffiziente Entwicklungsprozesse in der Industrie.