Skodas Vorstandschef Bernhard Maier hat ein Problem, um das ihn viele Automanager beneiden würden: Seine Marke ist so erfolgreich, dass die Kapazitäten in den Werken nicht ausreichen. "Derzeit übertrifft die Nachfrage das Angebot deutlich. Unser Vertrieb meldet einen Mehrbedarf von 200.000 Einheiten schon für 2019", sagte Maier der "Bilanz". Schon jetzt liege die Auslastung der Werke bei 119 Prozent.
In der Konzernzentrale in Wolfsburg hat der Betriebsrat vorgeschlagen, das Skoda-Topmodell Superb in Emden bauen zu lassen. Es basiert auf der gleichen Plattform wie der dort gebaute Passat, der Umstieg wäre also nicht allzu kompliziert. Weil die Nachfrage nach dem VW-Mittelklassemodell seit Monaten schwächelt, ist das Werk nicht ausgelastet, es gab bereits mehrfach Kurzarbeit. Sollte sich die Situation nicht verbessern, fürchtet der Betriebsrat Entlassungen. Betriebsratschef Bernd Osterloh hat deshalb bereits vorgeschlagen, eins der momentan gefragten SUV-Modelle nach Emden zu holen.