Bremen. Professionelle Lackentwickler und -anwender stehen vor der Herausforderung, die optimalen Produkte für die unterschiedlichsten Anwendungen, beispielsweise zum Schutz von Leichtbauwerkstoffoberflächen, über eine vorgegebene Produktlebensdauer anzubieten. Nun ändert sich das Regelwerk für Material-Entscheidungen – es gilt, der europäischen, auf Nachhaltigkeit abzielenden REACH-Verordnung zu entsprechen. So dürfen einige Chemikalien nicht mehr eingesetzt werden, hingegen lassen sich neue Formulierungen und Wirkstoffe entwickeln. Neue funktionelle Polymere für polymerbasierte Schutzschichten sind in diesem Kontext von besonderem Interesse, zumal Polymere gemäß REACH als üblicherweise nicht sehr gefährlich gelten.
Das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM bietet simulationsgestützte Methoden zur Entwicklung funktioneller Schutzschichten an, die durch Vorauswahl und Bewertung von Formulierungen zu einer deutlichen Verkürzung der Entwicklungszeiten und Risikominimierung führen. Durch die Vorhersage von Struktur-Wirkungs-Beziehungen unterstützt das Fraunhofer IFAM Additiv- und Lackformulierer sowie Oberflächenbeschichter in der Industrie bei ihrer täglichen Arbeit.