Berlin. Ob dynamische Routenführung, kooperative Ampelschaltungen oder Bremsassistent – bei der Entwicklung von intelligenten Verkehrs- und Fahrerassistenzsystemen spielt die Simulation und die Evaluierung, wie sich die Systeme auf den Straßenverkehr auswirken werden, eine entscheidende Rolle. Fraunhofer FOKUS, das Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme, hat kürzlich die Simulationsinfrastruktur VSimRTI vorgestellt. Damit können Entwickler von Assistenzsystemen erstmals unterschiedliche Simulatoren flexibel mit einander kombinieren.
So ist es möglich, den Effekt anderer Assistenzsysteme auf den Straßenverkehr zu prüfen, Umwelteinflüsse wie Nebel oder Glatteis zu berücksichtigen, Kommunikationsvorgänge zwischen Fahrzeugen und ihrer Umgebung (V2X-Kommunikation) zu demonstrieren sowie die aktuelle Verkehrslage zu simulieren. "Mit unserer Simulationsumgebung lassen sich V2X-Anwendungen und Assistenzsysteme auf ihre Wirksamkeit im Verkehr hin analysieren und bewerten – bevor sie ihrem ersten Praxistest im Feldversuch unterzogen werden“, erklärt Ilja Radusch vom Fraunhofer FOKUS. VSimRTI wurde im Rahmen des Projektes PRE-DRIVE V2X erarbeitet. In dem Projekt stellt ein europäisches Konsortium aus Automobilherstellern, Zulieferern, Elektronikindustrie und Forschungseinrichtungen notwendige Technologien bereit, um künftige Verkehrssysteme serienreif für die Straße entwickeln zu können.Simulationen flexibel miteinander kombinieren
Die Simulationsumgebung von Fraunhofer FOKUS soll die Entwicklung leistungsfähiger Assistenzsysteme ermöglichen. Damit haben nach Angaben des Instituts die Entwickler von Assistenzsystemen die Möglichkeit, erstmals unterschiedliche Simulatoren flexibel mit einander kombinieren. So lassen sich beispielsweise die Effekte anderer Assistenzsysteme auf den Straßenverkehr prüfen oder Umwelteinflüsse wie Nebel oder Glatteis berücksichtigen.
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