München. IP (Internet Protocol) und Ethernet bieten hohe Bandbreiten und sind deutlich günstiger als die heute verwendeten proprietären Lösungen. Allerdings bieten sie für den Einsatz im Fahrzeug nicht per se die nötige Zuverlässigkeit und Echtzeitfähigkeit. Deswegen haben die Wissenschaftler der Fraunhofer ESK Methoden für Planung, Evaluierung und Prototyping entwickelt.
Diese reduzieren nach Angaben der Fraunhofer ESK nicht nur den Entwicklungsaufwand und erhöhen die Qualität der Funktionen, sondern führen insbesondere zu einem ressourceneffizienten Automotive Datenbordnetz. Die speziellen Auslegungs- und Evaluierungsmethoden der Wissenschaftler berücksichtigen, dass in automobilen Datenbordnetzen nie alle Funktionen gleichzeitig kommunizieren. Sie bestimmen daher den tatsächlichen Kommunikationsaufwand des Datenbordnetzes zur Laufzeit, und legen das Datenbordnetz so aus, dass es nur die zur Laufzeit benötigten Ressourcen einsetzt. Mit dem Modell eines IP/Ethernet-Datenbordnetzes wollen die Wissenschaftler auf der Messe am Beispiel Videostreaming zeigen, dass das nicht nur Ressourcen spart, sondern auch deutlich bessere Ergebnisse liefert.