Plettenberg. Anfang August hat die Seissenschmidt Gruppe ihr neues Nordamerika-Hauptquartier in Oscoda (Michigan) eingeweiht. Seit Anfang des Jahres bekommen die Schmiedekomponenten für die Kunden aus den USA und aus Kanada hier im Dreischichtbetrieb ihren letzten Schliff. In Zukunft sollen rund 13 Millionen Teile pro Jahr bei der Seissenschmidt Corporation in Oscoda bearbeitet werden.
Der Zulieferer hat rund eine Millionen Euro allein in die Maschinen für das Werk investiert. Es verfügt nach Unternehmensangaben jetzt über eine vergleichbare Ausstattung wie das Logistic-Center am Seissenschmidt-Stammsitz in Plettenberg. Derzeit werden in Oscoda Schmiederohlinge von anderen Seissenschmidt-Standorten fit für den Einsatz im Auto gemacht. Die angelieferten Präzisionsschmiedeteile werden hierfür zunächst mit neuen Sandstrahlern behandelt. Anschließend werden die Komponenten einer umfassenden Endkontrolle unterzogen und an Kunden in Nordamerika verschickt. Das neue 5000 Quadratmeter große Werk befindet sich auf dem Gelände der ehemaligen Wurtsmith Air Force Base, die heute als ziviler Flughafen für den Frachtverkehr genutzt wird. „Das ist ein weiterer Standortvorteil“, erklärt Urs Schaffluetzel, Präsident der Seissenschmidt Corporation.