Stuttgart. In der Absatzkrise 2008/09 konnten die Autokonzerne ihre Forderungen nach sinkenden Preisen gegenüber ihren Lieferanten weit weniger durchsetzen als in früheren Jahren. Sie verlangten zwar durchschnittlich 3,9 Prozent, setzten aber im Erhebungsjahr 2009 nur 1,8 Prozent Rabatt durch, so das Ergebnis der vierten Preisstudie der Stuttgarter Unternehmensberatung Hans-Andreas Fein in Kooperation mit den US-Autoanalysten IRN (Grand Rapids / Michigan) die seit 2002 durchgeführt wird. Die Erhebung wertet regelmäßig anonym Preisverhandlungen zwischen Ein- und Verkäufern in der Fahrzeugindustrie aus.
Zum Vergleich: 2006 gaben die Einkäufer von BMW, Daimler, Volkswagen und anderen im Schnitt 4,2 Prozent vor, drückten jedoch am Ende der Preisreduktionsrunden Nachlässe von 2,9 Prozent durch. Der tiefe Absatzknick sowie die Konzentration bei den Lieferanten zwang die meisten Einkäufer von Autoteilen zur vorsichtigen Preispolitik. "Vor allem kleine und mittlere Lieferanten wurden geschont sowie Spezialisten, die Teile für den Antriebsstrang fertigen“, präzisiert Strategieberater Fein.