Ismaning. Die Antriebs- und Fahrzeugsteuerungssysteme des Zulieferers Continental werden mit Hilfe des speziellen Betriebssystems Diab Compilers von Wind River entwickelt. Laut Wind River konnten so die Kosten um 30 Prozent verringert werden. Zudem hilft Wind River Diab Compiler, die Kontrollsysteme für Bremsen, Motor und Energie nach den strengen Richtlinien der ISO 26262 Norm zu konzipieren und zu fertigen. Diese sollen Mitte 2011 als international gültiger Standard für die funktionale Sicherheit von elektrischen/ elektronischen Systemen in Kraftfahrzeugen veröffentlicht werden.
Angesichts der hohen Qualitätsansprüche im Automobilbereich wird der Wind River Diab Compiler in jeder neuen Version in mehr als einer halben Million Test-Szenarien auf seine Konformität und Performance hin getestet. Wind River arbeitet zudem eng mit Automobilherstellern und -zulieferern zusammen, um den Wind River Diab Compiler für ISO 26262 zu optimieren. Der neue Standard ist eine Anpassung der Sicherheitsnorm IEC 61508 an die spezifischen Anforderungen im Automobilbereich und enthält Vorgaben für die Entwicklung elektrischer und elektronischer Komponenten in Fahrzeugen, um deren funktionale Sicherheit zu gewährleisten. Die Richtlinien betreffen alle Schritte des Entwicklungsprozesses - von der Erstellung des Pflichtenhefts über die Designphase, die Implementierung, Integation, Verifizierung und Validierung bis hin zur Konfiguration. “Technisch ist heute so viel Sinnvolles bei der elektronischen Steuerung von Fahrzeugen möglich. Innovative Kontrollsysteme etwa für Bremsen und bestimmte Teile des Motors machen unsere Autos immer sicherer und sparsamer im Verbrauch. Allerdings steigt auch die Komplexität der Systeme, und ein Versagen der Elektronik hätte gravierende Folgen”, sagt Alexander Kocher, General Manager für Automotive Solutions bei Wind River. “Entwickler müssen deshalb unbedingt die funktionale Sicherheit von Antriebs-, Motor- und Energiesystemen gewährleisten, so wie es auch die ISO 26262 Norm verlangt. Unser Diab Compiler ist für genau diese Art Anwendungen gemacht, bei denen kompakter und hochoptimierter Code für Tausende Designs und Millionen Geräte mit einer Vielzahl verschiedener Prozessor-Architekturen generiert werden muss.”Schnell und sicher entwickeln
Zulieferer Continental hat ein spezielles Betriebssystem von Softwarespezialist Wind River eingesetzt, das die Entwicklung der Antriebs- und Fahrzeugsteuerungssysteme beim Unternehmen unterstützt. Mit dem Werkzeug konnte Conti die Entwicklungsdaten aus 48 Niederlassungen weltweit zentralisieren.
Automobilwoche Konferenz zum Thema "Das vernetzte Fahrzeug“
"Das vernetzte Fahrzeug“ ist Thema der Automobilwoche Konferenz am 4. Mai 2011 in München. Dabei soll es um neue Lösungen für Kommunikation, Infotainment und Sicherheit im Auto sowie um die Steuerung von Verkehrsströmen gehen. Denn bei der Vernetzung des Autos bieten sich nahezu unbegrenzte Möglichkeiten – von der Online-Navigation über die Kommunikation mittels mobilem Internet bis zur Unfallverhütung durch Car-to-Car-Kommunikation. Eine Entwicklung, die erst ganz am Anfang steht.
Über das Thema werden unter anderem Ford-Chef Bernhard Mattes, Bosch-Entwicklungschef Volkmar Denner, Google-Entwicklungschef Wieland Holfelder und Reinhard Clemens, Vorstandschef von T-Systems, reden. Nähere Informationen finden Sie auf der Webseite zur Automobilwoche-Konferenz 2011
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