Wiesbaden. Der US-Zulieferer Federal-Mogul hat ein umweltfreundliches Produkt zur Schalldämpfung im Fahrzeuginnenraum entwickelt. Aus recycelten Verpackungsabfall und andere Nebenprodukte, die in einer Autofabrik normalerweise entsorgt werden müssten, stellt der Zulieferer den Werkstoff QuietShield GRN her. Nach Angaben des Unternehmens, das in Deutschland an neun Standorten rund 6000 Mitarbeiter beschäftigt, ist das Material nicht nur kostengünstiger als herkömmlicher akustischer Füllstoff, sondern reduziert zudem die Entsorgungskosten und das benötigte Deponievolumen.
Grundidee für die Entwicklung beim Zulieferer mit Europasitz in Wiesbaden war, dass in der Automobilindustrie viele Kartons und andere Verpackungsmaterialien anfallen: heimischer Karton, Teppichfasern, bestimmte Garne oder auch asiatische Kartons, die bisher aufgrund der geringen Faserlängen für nicht recycelbar gehalten wurden. Ihre Entsorgung verursacht schon allein durch den Transport zum Recyclingcenter oder zur Mülldeponie Kosten. Jetzt werden diese Nebenprodukte für QuietShield GRN im Werk gesammelt. Federal-Mogul holt sie ab, zerfasert sie in einem patentierten Verfahren, mischt sie mit anderen recycelten Materialien, formt sie zu einem Vlies und verbindet sie miteinander.