Berlin. Die Schaeffler Gruppe hält Ausschau nach einem strategischen Investor, „der einen größeren Anteil an Continental übernimmt“, erklärte Maria-Elisabeth Schaeffler, Gesellschafterin der Schaeffler KG, auf dem Automobilwoche Kongress in Berlin. Der Großaktionär von Conti leidet unter einem Nachfragerückgang im Zuge der Finanzkrise und der schwachen Autokonjunktur. Der Zulieferer aus dem fränkischen Herzogenaruch hat mittlerweile bei Banken Kredite in Höhe von rund 16 Milliarden Euro aufgenommen, um den Einstieg bei Conti zu stemmen. Die Franken streben aber nur eine Beteiligung an den Hannoveranern in Höhe von maximal 49,9 Prozent an. Die restlichen Aktien, die Schaeffler im Rahmen eines Übernahmeangebots angeboten wurden, sollen von Banken an Investoren weitergereicht werden, um für Schaeffler die Kosten zu senken.
Angesichts der Herausforderungen in der Automobilindustrie und der aktuellen Finanzkrise erteilte die Firmenchefin den Forderungen der IG Metall eine Absage. „Diese riesigen Herausforderungen lassen – verstärkt durch die kaum absehbaren Auswirkungen der Finanzkrise – keinen Platz für überzogene Tarifforderungen der IG Metall in Höhe von acht Prozent“, sagte Schaefler. Die Zulieferer müssten sich auf Forderungen der Automobilhersteller nach mehr Forschung und Entwicklung sowie Qualität bei sinkenden Preisen einstellen. „Dazu kommen die Belastungen durch weiterhin hohe Energie- und Rohstoffkosten und enorme Investitionen in neue Technologien zur Schadstoffreduzierung“, betonte Schaeffler.