München. Intelligente Assistenzsysteme finden auch in der Landtechnik eine immer größere Verbreitung und zeigen Parallelen zur Autowelt. Auch wenn es keine Kooperationen mit der Autoindustrie gibt, „so findet doch ein Austausch mit den Fahrzeugherstellern statt“, erklärt Heribert Reiter, weltweit verantwortlich für die Traktor-Entwicklung beim Landmaschinenhersteller Agco/Fendt.
Schon im Einsatz ist bei Fendt die Reifendruckregelanlage VarioGrip. Sie erlaubt eine untergrundabhängige Druckanpassung von 0,4 bis 2,4 bar.
Eine effizientere Landwirtschaft ermöglicht das Spurführungssystem VarioGuide der Premiummarke Fendt. „Gesteuert per Satellitennavigation erreichen wir hier beim Säen eine Genauigkeit von plus/minus zwei Zentimeter“, so Reiter. Ein weiteres Beispiel für wegweisende Entwicklungen in der Landtechnik ist der fahrerlose Traktor. Beim Fendt-System GuideConnect wird ein führerloser Schlepper von einem bemannten Führungsfahrzeug satellitengestützt geleitet.
Noch am Anfang steht das sogenannte Smart Farming, bei dem die Maschinen untereinander kommunizieren. „Und noch eine ferne Vision sind Roboter und Drohnen“ in der Landwirtschaft. Bei all den möglichen technischen Entwicklungen dürfe Technik aber nicht zum Selbstzweck werden, „und darf nicht an den Bedürfnissen der Kunden vorbei entwickelt werden“, macht Reiter deutlich.