Duisburg/Essen. Die Verkaufspreise für Neuwagen in Deutschland sind im Mai nach einigen ruhigeren Vormonaten wieder gestiegen. Dafür seien zum einen verstärkte Verkaufsförderungsmaßnahmen der Hersteller verantwortlich, zum anderen aber auch höhere Rabatte der Internet-Vermittler, teilte Ferdinand Dudenhöffer vom Center Automotive Research (CAR) der Uni Duisburg-Essen in seiner jüngsten Rabatt-Studie mit.
Die Zahl der offenen Verkaufsförderungs-Aktionen der Hersteller sei um 23 Aktionen auf 322 Aktionen gestiegen, so Dudenhöffer und der Leiter des Bereichs Preisstudien am CAR, Karsten Neuberger. Offene Aktionen sind alle in dieser Definition direkt von den Autobauern offiziell beworbenen Rabatte wie Sondermodelle, Sonderzinsen, Barrabatte und Eintauschprämien, die bundesweit angeboten werden.
Zum zweiten stiegen dem CAR-Institut zufolge die Rabatte der Internet-Vermittler für die 25 meistverkauften Fahrzeuge im Mai gegenüber dem Vormonat auf 15,3 Prozent Preisnachlass leicht an. "Die Marktsituation im deutschen Neuwagenmarkt bleibt damit weiter angespannt," lautet daher das Fazit der Marktforscher.