Wolfsburg. Die Qatar Holding, der drittgrößte Aktionär von Volkswagen will sich stärker als bisher in die Neuausrichtung des Konzerns einmischen. Das berichtet das Handelsblatt. Der Skandal um manipulierte Abgaswerte habe die Araber "tief verärgert". Als Konsequenz fordern sie einen Umbau des Konzerns, auch Stellenabbau und Werksschließungen dürften nicht ausgeschlossen werden. Dagegen wehren sich jedoch sowohl der Betriebsrat als auch das Land Niedersachsen, die beide bei VW traditionell besonders mächtig sind.
Quatar ist vor allem aufgrund der Meinungsverschiedenheiten zwischen Vorstand und Betriebsrat im Hinblick auf die Kernmarke beunruhigt. "Da wird ums Klein-Klein gerungen, aber das große Ganze aus dem Blick verloren", sagte ein Vertrauter der Quatar Holding dem Handelsblatt.