Paris. PSA stärkt mit einer Investition von fast 500 Millionen Euro sein schwaches Standbein in China. Der französische Autobauer unterzeichnete am Freitag in Paris einen Vertrag zur Gründung eines 50:50-Joint-Venture mit der Nummer drei der chinesischen Autobauer, der China Changan Automotive Group. Das Abkommen wurde unter Beteiligung hochrangiger Politiker beider Seiten unterzeichnet, teilte PSA mit.
Das Gemeinschaftsunternehmen soll in China leichte Nutzfahrzeuge und Personenkraftwagen bauen und vermarkten. Die Produktion des ersten Fahrzeugs ist für das zweite Halbjahr 2012 geplant. Zunächst stehe der Start der Citroën DS-Modellreihe in China sowie die Einführung einer neuen, landesspezifischen Marke im Mittelpunkt, erklärte PSA. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen auch Fahrzeuge der übrigen Marken der beiden Partner (Peugeot und Changan) vertrieben werden.
Seinen Sitz hat das Joint Venture in Shenzhen in der Provinz Guangdong. Geplant sind zu Beginn rund 200.000 Fahrzeuge und Motoren pro Jahr. Das Montagewerk wird über zwei Produktionsstraßen verfügen, von denen eine neu angelegt wird, während die zweite bereits besteht und modernisiert wird. Zusätzlich soll ein Forschungs- und Entwicklungszentrum das Joint Venture ergänzen.
Beide Partner halten jeweils 50 Prozent am Gesellschaftskapital. Die Anfangsinvestition belaufen sich PSA zufolge sich auf umgerechnet 935 Millionen Euro.