Neue Vorwürfe gegen VW und Audi: Die beiden Marken sollen bei der Typzulassung ihrer Modelle "hemdsärmlig" vorgegangen sein. Einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung", des NDR und des WDR zufolge waren Prüfanlagen nicht richtig kalibriert und Mitarbeiter nicht entsprechend geschult. Im Bericht eines externen Ingenieurs hieß es demnach, dass "die Anforderungen der ISO 17025 für den Bereich der Typzulassungen bisher nicht im Fokus des Qualitätsmanagement-Systems in Ingolstadt stehen". Ähnlich urteilte er über die Anlagen bei VW. Weiter heißt es, es sei nicht sicher, dass das Personal frei von Zwängen, also unabhängig sei. Werte von Abgasmessungen seien ohne klare Begründung gestrichen worden.
Problematisch ist, dass die Prüfungen von privaten Dienstleistern vorgenommen werden, die von den Aufträgen der Unternehmen profitieren. Sowohl der Prüfdienst als auch der VW-Konzern betonen allerdings die Unabhängigkeit der Prüfer. VW und Audi werden einem Konzernsprecher zufolge daran arbeiten, die Anforderungen der ISO 17025 im Detail umzusetzen.