Wolfsburg. Sandra Pupatello, Ministerin für wirtschaftliche Entwicklung und Handel der kanadischen Provinz Ontario, hat auf der Internationalen Zuliefererbörse IZB in Wolfsburg für ihre Region als Standort für Elektromobilität geworben. Sie sieht die Provinz Ontario in Nordamerika in einer führenden Rolle in Punkto Infrastruktur für Elektrofahrzeuge. "Wir subventionieren den Kauf eines Elektroautos mit 5000 bis 8000 Dollar“, so die Ministerin. Seit Mitte dieses Jahres erhalten Privatpersonen, Unternehmen und Organisationen Preisnachlässe für den Kauf oder das Leasing von Plug-in-Hybridfahrzeugen oder Elektroautos. Zudem können Fahrer von Elektrofahrzeugen spezielle Fahrspuren nutzen. Damit will die kanadische Regierung erreichen, dass bis zum Jahr 2020 jedes zwanzigste Fahrzeug in Ontario elektrisch angetrieben wird.
Bislang sind in der Region London/Ontario etwa 40 deutsche und österreichische Unternehmen angesiedelt. "Wir bieten den Zulieferer eine Reihe von Services, um ihnen Zeit und Geld zu sparen“, wirbt Pupatello. Etwa bei der Suche nach einem geeigneten Standort. Die Unternehmen profitieren unter anderem von Abschreibungsmöglichkeiten und Steuererleichterungen und können nach Angaben der Ministerin auf einen großen Pool gut ausgebildeter Fachleute zurückgreifen. Insgesamt betreiben die Fahrzeughersteller in der Region 13 Montagewerke und haben 2009 etwa 1,5 Millionen Autos gefertigt. Damit liegt die Provinz Ontario zum sechsten Mal in folge vor dem US-Auto-Staat Michigan als größter Auto-Standort in Nordamerika.