München. In Europa sind im Juli laut der Prognose des Instituts IHS Automotive 1,28 Millionen Pkw und leichte Nutzfahrzeuge produziert worden. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht das einem Rückgang um 1,8 Prozent. Von Januar bis Juli sind allerdings mit 10,4 Millionen Einheiten 3,41 Prozent mehr Fahrzeuge gebaut worden.
Die deutschen Hersteller zogen Konsequenzen aus dem schrumpfenden europäischen Markt: Obwohl sie in den letzten Monaten einen Absatzrekord nach dem anderen aufstellten, bauten sie in Europa weniger Autos als im letzten Juli. Bei BMW beispielsweise sank die Zahl der in Europa gebauten Pkw im Juli um 2,12 Prozent auf 84.296, bei Daimler sogar um 16,62 Prozent auf 97.330. Nur die Marke VW konnte mit 79,67 Prozent ein erhebliches Plus verbuchen. Sie profitierte dabei sowohl von dem schwachen Vorjahresmonat als auch vom deutschen Markt, der als einziger in Westeuropa deutlich im Plus lag. Audi produzierte im Juli 93.633 Autos, was einem Minus von 12,57 Prozent entspricht. Der Gesamtkonzern inklusive Porsche fertigte in Europa im Juli 322.851 Fahrzeuge (plus 24,34 Prozent), im ersten Halbjahr 2.736.089 (plus 13,12 Prozent).
Ford kam mit 98.891 in Europa gebauten Autos im Juli auf ein Plus von 24,56 Prozent, Fiat brachte es inklusive seiner Tochtermarken auf 97.537 Einheiten, was im Falle der Italiener ein Minus von 15,16 Prozent bedeutet. Bei Hyundai geht es nach wie vor aufwärts: Gemeinsam mit der Tochtermarke Kia brachten es die Koreaner auf 34.390 Autos (plus 4,87 Prozent). Knapp im Plus war auch Renault-Nissan: Die Franzosen bauten im Juli 177.348 Autos, was einem Zuwachs von 3,73 Prozent entspricht. PSA kam im Juli auf 190.137 Autos (minus 16,27 Prozent). (Foto: VW)