Duisburg. Der Preisdruck am deutschen Neuwagenmarkt ist im Januar erneut leicht zurückgegangen. Der jüngsten Studie des CAR Center Automotive Research zufolge sank der entsprechende Indexwert im Januar auf 103 von 106 im Dezember. Hauptgrund für den Rückgang sei die Tatsache, dass zahlreiche Rabatt- und Gebrauchtwagen-Überzahlungsaktionen im Dezember endeten und im Januar nicht durch neue Programme ersetzt worden seien, schreiben die Autoren der Studie.
"Die Autobauer testen derzeit den Markt bei der guten Konjunktur," erklärten die Autoren Ferdinand Dudenhöffer und Karsten Neuberger in der Studie. Generell seien die ersten beiden Monate des Jahres auch in der Vergangenheit schon immer etwas ruhiger verlaufen. In den nächsten Monaten würden saisonbedingt die Hersteller-Aktionen aber wieder ansteigen. Trotzdem setze sich der Trend zu niedrigeren Rabatten fort. "Alles andere wäre in einer Phase bester Konjunktur in Deutschland auch überraschend," so Dudenhöffer und Neuberger.
Zusätzlich seien die Rabatte bei Internetvermittlern auf ihren niedrigen Dezember-Niveau geblieben. So habe im Januar der Durchschnittsrabatt bei Internet-Vermittlern bei den meistverkauften Modellen 14,6 Prozent betragen.
Gegen den Trend entwickelten sich demnach allerdings die Tageszulassungen und taktischen Zulassungen. Diese beiden Absatzförderungsmaßnahmen seien zum Jahresende 2010 von Fiat, Citroen, Subaru, Mazda, Kia, Peugeot und auch von Opel und Ford forciert worden. Bei den deutschen Premiumherstellern hätten sich dagegen Smart, Mini, BMW und Mercedes "vorbildlich verhalten", während Audi 30 Prozent taktische Zulassungen im Dezember tätigte.