Leipzig. Am Dienstag hat Porsche in Anwesenheit zahlreicher hochrangiger Gäste den Grundstein für die zweite Erweiterung seines Werks in Leipzig gelegt. Der Ausbau soll bis 2013 abgeschlossen werden und die Voraussetzungen für den Bau des neuen kleinen Geländewagens schaffen, der momentan unter dem Arbeitstitel Cajun bekannt ist. "Für die Cajun-Fertigung investieren wir weitere 500 Millionen Euro in die Produktionsstätte", sagte Vorstandschef Matthias Müller.
Der "Cajun" (Cayenne Junior) basiert auf dem Audi Q5 und soll ab Ende 2013 in Leipzig vom Band laufen. Im Rahmen des Ausbaus entstehen mehr als 1000 neue Arbeitsplätze und ein neues, 17 Hektar großes Produktionsgelände. "Dass aus der Montagefabrik nun ein echtes Vollwerk mit Karosseriebau und Lackiererei wird, ist für meine Mannschaft und mich eine enorme Motivation", erklärte Siegfried Bülow, Geschäftsführer der Porsche Leipzig GmbH. "Auch die Akquirierung und Qualifizierung von neuem Personal ist ein wichtiger Punkt auf unserer Agenda."
Das Werk in Leipzig baut seit der Eröffnung 2002 den Geländewagen Cayenne, das mittlerweile meistverkaufte Porsche-Modell. Nach der ersten Erweiterung 2009 läuft dort auch die Luxuslimousine Panamera vom Band. Bis heute hat Porsche etwa 280 Millionen Euro in das Leipziger Werk investiert.
Mit dem Cajun erweitert Porsche sein SUV-Angebot nach unten und hofft, damit neue Kunden zu gewinnen. Zu Vergleich wird der Boxster herangezogen, der Roadster, der dem Unternehmen in den 90er Jahren neuen Schwung verlieh. (Foto: Porsche)