München. Ferdinand Piech, Großaktionär bei der Porsche Holding und Aufsichtsratschef von Volkswagen, ist laut einem Bericht des Handelsblatts auf dem Weg zur Regelung seines Erbes einen großen Schritt weitergekommen. Seine zwölf Kinder haben der im vergangenen September getroffenen Regelung zugestimmt, wonach die Firmenanteile Piechs in zwei Stiftungen ("Ferdinand Karl Alpha" und "Ferdinand Karl Beta") übertragen werden, über die Piech zu Lebzeiten die alleinige Verfügungsgewalt behält. Nach seinem Tod soll seine Ehefrau Ursula Piech unter bestimmten Auflagen über das Erbe wachen.
Ohne die Zustimmung eines familienfremden Stiftungsvorstands können die Anteile nicht verkauft werden. Zu dem dreiköpfigen Vorstand gehört unter anderem Rupert Stadler, langjähriger Büroleiter Piechs und heutiger Chef von Audi.
Bisher hatten seine Kinder gegen die Regelung protestiert, nun aber haben sie ihren Widerstand aufgegeben. "Ich freue mich, dass im Kreise meiner Erben Einverständnis darüber besteht, dass die Stiftung ein hervorragender Weg ist, die Zukunft unserer Unternehmen nachhaltig zu sichern", sagte Piech dem Nachrichtenmagazin Focus. (Foto: W. Heider-Sawall)