Stockdorf/München. Der Automobilzulieferer Webasto hat im Geschäftsjahr 2013 den Umsatz um zwei Prozent auf 2,5 Milliarden Euro gesteigert. Unter Berücksichtigung der Wechselkurseffekte lag das Wachstum bei vier Prozent. Der Umsatz verteilt sich auf drei Kerngeschäftsfelder: Sunroofs & Components (Schiebe- und Panoramadächer) mit einem Umsatzanteil von 69 Prozent, Thermo & Comfort (Heiz- und Klimasysteme) mit 20 Prozent und Convertibles (Cabriodächer) mit elf Prozent. 2013 verkaufte der größte Unternehmensbereich weltweit erstmals über zehn Millionen Schiebe- und Panoramadächer.
Die Stockdorfer haben sich in den vergangenen Jahren zunehmend internationaler aufgestellt. Von den 10.517 Mitarbeitern (per Ende Dezember 2013) sind fast 70 Prozent an den ausländischen Standorten beschäftigt. Beim Umsatz werden inzwischen über 75 Prozent außerhalb von Deutschland erwirtschaftet. Damit liegt das Unternehmen deutlich über dem Branchendurchschnitt. Zum Vergleich: Laut Branchenbericht der Commerzbank (3/2014) erwirtschaften Autozulieferer rund ein Drittel ihres Umsatzes direkt im Ausland.
Das Ergebnis der Webasto Gruppe betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 126 Millionen Euro (2012: 125 Mio. Euro), was für beide Jahre einer Ergebnisrendite von 5,1 Prozent entspricht. Die Erwartung für 2013 lag bei einem knapp dreistelligen Ergebnis. „Ich bin mit unserem Ergebnis vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Entwicklung zufrieden“, erklärte der Vorstandsvorsitzende Holger Engelmann. „Das Ergebnis verdanken wir vor allem dem Dachgeschäft in Asien.“ Der Thermobereich hat das schwache Geschäft in Südeuropa sowie das witterungsbedingt verhaltene Standheizungsgeschäft mit einem Sparkurs nahezu kompensieren können.