PSA-Chef Carlos Tavares hat mehr als einmal klargestellt: Nur Profitabilität schützt die Arbeitsplätze der Opel-Mitarbeiter. Um nach jahrzehntelangen Verlusten endlich wieder in die Gewinnzone zu kommen, hat Opel-Chef Michael Lohscheller nun wie verlangt einen Sanierungsplan vor. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet, soll Opel seine Modellvielfalt reduzieren. Baureihen, die zu wenig Gewinn bringen, werden eingestellt. Als Kandidaten gelten das Elektroauto Ampera-e, das aufgrund der hohen Nachfrage ohnehin kaum zu bekommen ist, die Kleinwagen Adam und Karl sowie das Cabrio Cascada.
Die verbleibenden Modelle werden auf PSA-Technik umgestellt. Darunter dürften vor allem SUVs sein, die derzeit stark gefragt sind. Die Opel-Modelle Grandland X und Crossland X stehen bereits auf PSA-Plattformen. Zudem sind die Franzosen im Kleinwagen-Segment stark. Vorbild ist der VW-Konzern, der auf einer Plattform so verschiedene Modelle wie den Skoda Octavia und den Audi TT baut. Ebenso wie die VW-Marken sollen sich Peugeot, Citroen und Opel die Technik teilen, im Design aber deutlich unterscheiden. Tavares hat vor allem die Antriebe von Opel als nicht effizient genug kritisiert.