Köln. Der begehrte Umweltpreis ÖkoGlobe ist am Dienstagabend an sieben Automobilhersteller und fünf Zulieferer verliehen worden, davon an drei Hersteller aus Deutschland. Mercedes, Ford und Volkswagen erhielten die Auszeichnung für umweltfreundliche Technologien und Dienstleistungen neben Peugeot, Mitsubishi, Nissan und Fiat.
Der Jury-Vorsitzende Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen warnte davor, dass die einheimischen Unternehmen international den Anschluss verlieren könnten. Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) forderte die deutschen Autobauer auf, noch mehr für alternative Antriebe zu tun. "Wir wollen nicht darauf warten, bis wir von China herausgefordert werden, sondern wir wollen Herausforderer sein", sagte er.
"Wichtige deutsche Unternehmen können sich zwar beim Elektroauto sehen lassen, aber wir müssen aufpassen, dass Deutschland nicht den Anschluss verliert“, sagte Dudenhöffer. Im Gegensatz zu China, Japan, den USA oder Frankreich mangele es in Deutschland an der politischen Unterstützung. Die Bundesregierung müsse sich deutlich stärker und profilierter für Elektromobilität engagieren.
Mitsubishi und Peugeot wurden für ihre baugleichen Elektroautos i-MieV und iOn mit dem ÖkoGlobe ausgezeichnet. Tohru Hashimoto, Präsident von Mitsubishi Motors R&D Europa, und Thomas Bauch, Geschäftsführer von Peugeot Deutschland, nahmen die Preise entgegen.
Nissan erhielt den Preis für sein Elektroauto Nissan Leaf ("Blatt"), das in den USA zu einem vergleichsweise günstigen Preis von 32.750 Dollar angeboten wird. Innovative Technik und die hohen Investitionen der Nissan-Renault-Allianz in die Batterieproduktion hätten es ermöglicht, bereits beim ersten Großserien-Elektroauto einen niedrigen Fahrzeugpreis zu realisieren, begründete Jurymitglied und Energieexpertin Claudia Kemfert vom DIW in Berlin die Auszeichnung.