Köln. Nach einem verpatzten Jahr im Zeichen der globalen Imagekrise und vor dem Hintergrund massiver Absatzeinbrüche in Deutschland räumt Toyotas Deutschland-Vizepräsident Alain Uyttenhoven zum Jahresende den Stuhl.
Der Kölner Importeur teilte am Donnerstagnachmittag mit, dass der bisherige Lexus-Geschschäftsführer Ulrich Selzer zum Januar 2011 die Leitung von Toyota Deutschland übernehme. Dies geschehe "planmäßig" nach drei Jahren. An der Spitze von Toyota-Deutschland (TDG) wird weiter unverändert Toshiaki Yasuda stehen. "Ich habe in dieser Zeit den deutschen Markt sehr genau studiert. Bei Toyota stehen die Zeichen wieder auf Plus und ich werde alles daran setzen, die wieder anziehenden Auftragseingänge in langfristiges Wachstum zu verwandeln,“ sagte Selzer.
Toyota erklärte zu der Wachablösung: "Nach drei Jahren wird Alain Uyttenhoven turnusmäßig die Toyota Deutschland GmbH zum Jahreserklärte verlassen und in der Europazentrale in Brüssel einen erweiterten Aufgabenbereich übernehmen." Dies hatte zuvor die Automobilwoche online aus Unternehmenskreisen berichtet. Der Wechsel sei nicht dem Abschneiden von Toyota in Deutschland geschuldet, sondern ein "normaler Vorgang", hieß es bei Toyota. Uyttenhoven werde direkt an Europachef Didier Leroy berichten und hauptverantwortlich für die Neuausrichtung von Toyota in Europa sein, erklärte das Unternehmen weiter.