Eindhoven. Cohda Wireless, Anbieter im Bereich der Fahrzeugvernetzung, und Halbleiterhersteller NXP Semiconductors haben mit dem MK4 die neueste Generation ihrer Anti-Kollisionstechnologie für vernetzte Fahrzeuge vorgestellt. Die Technik basiert auf dem RoadLINK-Chipsatz von NXP und Cohda. Die Technik wird für die Kommunikation sowohl von Fahrzeug zu Fahrzeug (Vehicle-to-Vehicle – V2V) als auch zwischen Fahrzeug undInfrastruktur (Vehicle-to-Infrastructure – V2I) verwendet, die gemeinsam als V2X bezeichnet werden.
Aufbauend auf dem MK3-System, das bereits weltweit in V2X-Feldversuchen eingesetzt wird, wird MK4 als Referenzdesign für die Serienproduktion der ersten Generation vernetzter Fahrzeuge dienen, die voraussichtlich im Jahr 2015 ausgeliefert werden. MK4 ist der erste Chipsatz, in dem die gesamte multi-standard Software-Defined-Radio-Technologie von NXP integriert ist. Die Lösung ist nur halb so groß wie ihre Vorgängerin und stellt OEMs eine flexible, skalierbare Lösung zur Verfügung, die laut NXP deutlich geringere Systemkosten mit sich bringt.Verglichen mit den Lösungen der Mitbewerber ist der RoadLINK-Chipsatz von Cohda und NXP in der Lage, Nachrichten bei hoher Geschwindigkeit und über größere Entfernungen zuverlässig zu übertragen, heißt es bei NXP. Die Reaktionszeit verkürzt sich dadurch, so dass potenzielle Gefahrenstellen und sicherheitskritische Situationen deutlich schneller kommuniziert werden können als mit herkömmlichen Lösungen.NXP und Cohda stellen Lösung für Fahrzeugvernetzung vor
Mit dem MK4 haben der Halbleiterhersteller NXP und der Anbieter von Softwarelösungen Cohda einen ersten funktionsfähigen Prototypen für die Vernetzung von Serienfahrzeugen vorgestellt.
Weniger Staus und CO2-Emissionen
Die „Connected Car” V2X-Technologie von Cohda Wireless ermöglicht Fahrzeugen die drahtlose Kommunikation sowohl untereinander als auch mit der Verkehrs-Infrastruktur. Dabei können beispielsweise Angaben zum jeweiligen Ort, zur momentanen Geschwindigkeit und zur Fahrtrichtung übertragen werden, so dass die Autofahrer über volle 360 Grad auf mögliche Gefahrenquellen hingewiesen werden können. Die Häufigkeit von Zusammenstößen wird verringert, es kann vor möglichen Gefahrenstellen gewarnt werden und Staus lassen sich umfahren. Mehr Fahrsicherheit, weniger Staus und reduzierte CO2-Emissionen sind das Resultat.
Nach den Worten von Paul Gray, CEO von Cohda Wireless, baut MK4 die bestehende Spitzenstellung von Cohda im Bereich der Fahrzeugvernetzung weiter aus. „Cohda liefert heute zweifellos die erfolgreichsten V2X-Produkte der Welt“, so Gray. „Die Tatsache, dass 50 Prozent der weltweit an V2X-Feldversuchen teilnehmenden Fahrzeuge mit Cohda-Produkten ausgestattet sind, unterstreicht unsere führende Position. Zum Beispiel enthalten 1500 der insgesamt 2800 Fahrzeuge des weltweit größten V2X-Feldversuchs ‚Safety Pilot‘ in Ann Arbor (Michigan/USA) Ausrüstung von Cohda.“Gray betont zusätzlich: „Der MK4 baut unsere etablierte Führungsposition weiter aus. Er ist kleiner, günstiger und leistungsfähiger als frühere Versionen und kommt ebenso wie die bisherigen Generationen von Cohda-Produkten auf eine hervorragende Performance im Outdoor-Einsatz. Cohda hat bereits Lizenzen seiner Technologie an führende Automobilhersteller aus den USA, Europa, Japan und Korea vergeben. Mit dem MK4 sind wir in einer soliden Position, um für 2015 automotive-qualifizierte Lösungen zu liefern.“
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