Eindhoven. NXP Semiconductors, eigenen Angaben zufolge weltweit größter Anbieter von Halbleitern für Fahrzeugnetzwerke, kündigte am Freitag eine neue Familie von FlexRay-Transceivern (Kombination aus Sender und Empfänger) an, die den Trend zu 48-Volt-Bordnetzen in zukünftigen Fahrzeugen unterstützen. Diese Produkte ergänzen das Portfolio der bereits verfügbaren 48V-fähigen CAN-Transceiver. Für den Schritt zu 48 Volt hatten sich im vergangenen Jahr auf einen Fachkongress in Ludwigsburg die Automobilhersteller Audi, BMW, Daimler, Porsche und Volkswagen gemeinsam öffentlich ausgesprochen. Die NXP Transceiver sind die ersten in der Branche, die bereits für einen Bereich von +/- 60 Volt ausgelegt sind.
Die Elektrifizierung von einst mechanischen Funktionen in Fahrzeugen – von der Servolenkung bis hin zu Antrieb oder Fahrwerkdynamiksystemen – setzt sich ungebremst fort. Damit stoßen die üblichen 12-Volt-Bordnetze allmählich an ihre Grenzen. Statt durch Erhöhung der Kabelquerschnitte weiter bei zwölf Volt zu bleiben, sind Automobilhersteller nun bestrebt, serienmäßig auf 48-V-Systeme umzusteigen, um eine effiziente Stromversorgung für alle Hochstromverbraucher zu gewährleisten. Die Hersteller gehen außerdem davon aus, dass durch den Schritt zu 48 Volt auch CO2-Emissionen gesenkt werden – beispielsweise durch eine optimierte Bremsenergierückgewinnung oder den Einsatz von elektrischen Servolenkungen und verbesserten Klimaanlagen. Das 48-Volt-Netz würde zudem das Gewicht und den Platzbedarf von leistungsstarken Aktuatoren reduzieren, heißt es bei NXP Semiconductors.