Peking (China). Nissan will im Nordosten Chinas eine neue Fabrik errichten und dafür umgerechnet 623 Millionen Euro investieren. Mit dem Werk in der Stadt Dalian will der größte japanische Autobauer in China seinen Zugriff auf den größten Automarkt der Welt ausbauen. Das Werk ist Teil des Plans von Nissan, in China bis 2015 insgesamt umgerechnet 3,7 Milliarden Euro zu investieren.
Neben Nissan wollen auch andere große Hersteller in China Fuß fassen, weil etablierte Märkte wie Westeuropa schon seit Jahren schrumpfen. Im Osten und Norden des Landes ist bisher Volkswagen am stärksten vertreten. Der Wolfsburger Konzern profitiert dabei von seinen Joint Ventures mit den chinesischen Herstellern SAIC und FAW. Den Süden des Landes hat Europas größter Autokonzern bisher weitgehend kampflos den japanischen Konkurrenten überlassen. Doch der Marktanteil der Deutschen im südlichen China lag im vergangenen Jahr bei 15,8 Prozent. 2009 waren es noch zwölf Prozent. VW ist gerade dabei, ein Werk in der südlichen Provinz Guangdong zu bauen. "Nissan wird mit dem neuen Werk zu einem großen Rivalen von Volkswagen und General Motors in Nord-China", bewertet Sheng Ye, Mitarbeiter der chinesischen Unternehmensberatung Ipsos. "Es wird billiger und schneller sein, Teile nach Dalian zu verschiffen als nach Wuhan, weil Dalian eine große Hafenstadt ist und näher an Japan liegt."Das Werk in Dalian, das Nissan und sein lokaler Partner Dongfeng gemeinsam besitzen, wird eine Kapazität von 25.00 Fahrzeugen haben, wenn die Produktion 2014 beginnt. Die Kapazität soll bis 2015 auf 120.000 Fahrzeuge und bis 2017 auf 240.000 Autos pro Jahr steigen. China ist schon jetzt der größte Markt für Nissan.Nissan plant Werk in China
Der japanische Autobauer Nissan will einem Medienbericht zufolge ein Werk in China bauen. Damit will der bisher schon größte japanische Autobauer in China seinen Absatz auf dem größten Automarkt der Welt weiter erhöhen.
Große Pläne bis 2015
Bereits im vergangenen Juli kündigte Konzernchef Carlos Ghosn an, den Absatz im Reich der Mitte bis 2015 auf 2,3 Millionen Fahrzeuge steigern zu wollen. Es ist ein Teil des Geschäftsplans, der vorsieht, sowohl den weltweiten Marktanteil als auch die Marge des Autobauers zu steigern. Um die selbstgesteckten Ziele zu erreichen, will Nissan in den kommenden sechs Jahren 30 Neuheiten vorstellen, darunter ein Elektroauto mit dem Markennamen Venucia, sagte Ghosn.
Im vergangenen Jahr verkaufte Nissan in China 1,25 Millionen Autos, 21,9 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Honda setzte 2011 nur halb so viele Fahrzeuge in China ab, Toyota, einer der drei größten Autobauer der Welt, kam auf 883.000.Um den deutschen Herstellern Audi, BMW und Mercedes besser Konkurrenz machen zu können, wird Nissan die Autos seiner Edelmarke Infiniti ab 2014 auch in der Provinz Hubei von den Bändern laufen lassen. (Foto: China)
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