München. Nissan plant die Entwicklung eines neuen Kompaktmodells. Das berichtet unsere Schwesterzeitung "Automotive News Europe“. In die Entwicklung des neuen Modells, das mit Verkaufsschlagern wie dem VW Golf und dem Ford Focus konkurrieren soll, will der japanische Hersteller 200 Millionen Dollar investieren, umgerechnet etwa 153 Millionen Euro. Gebaut werden soll das Auto ab 2014 im Nissan-Werk in Sunderland in Großbritannien, wie der Hersteller am Dienstag bekanntgab.
Mit dem neuen Modell kehrt die japanische Marke ins Kompaktsegment, den in Europa größten Marktbereich, zurück. Seit die Produktion des Almera 2006 auslief, die die Marke dort nicht mehr vertreten. Das Elektroauto Leaf, das aufgrund seiner Größe zum Kompaktsegment gehört, wird nur in sehr geringen Stückzahlen verkauft.In Sunderland sollen neben dem neuen Modell weiterhin die SUVs Qashqai und Juke gebaut werden. Auch der Leaf soll ab dem kommenden Jahr dort vom Band laufen. Hinzu kommt ein Kleinwagen auf Basis der in Genf gezeigten Studie Invitation, der den Note ersetzen wird.Nissan investiert in Golf-Rivalen
Nissan will einen dreistelligen Millionenbetrag in die Entwicklung eines neuen Kompaktmodells investieren. Mit dem neuen Modell will die japanische Marke Fahrzeugen wie dem VW Golf und dem Ford Focus Konkurrenz machen.
Kapazität wird erweitert
Die Produktionskapazität der Fabrik wird auf 550.000 Fahrzeuge pro Jahr erweitert. Im vergangenen Jahr liefen dort 480.485 Autos vom Band. Eine zusätzliche Schicht soll dabei helfen, die Kapazität für das neue Modell auf etwa 80.000 Fahrzeuge pro Jahr anzuheben, teilte Nissan mit. Nähere Einzelheiten zu dem neuen Auto will der Hersteller erst später bekanntgeben.
Ian Fletscher von Prognoseinstitut IHS Automotive bezeichnete es als "merkwürdig“, dass Nissan in das hart umkämpfte Kompaktsegment in Europa zurückkehrt, wenn man bedenkt, dass der Almera auf den meisten europäischen Märkten wegen Erfolglosigkeit eingestellt wurde. IHS erwartet, dass das neue Fahrzeug auf der B-Plattform basiert, die auch der Leaf benutzt. Das würde es ermöglichen, viele gleiche Komponenten zu nutzen, die Nachfrage flexibel dem Verbrauch anzupassen und so die Profitabilität zu erhöhen. (Foto: Nissan)
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