Der chinesische Zulieferer Ningbo Jifeng und mit Jifeng verbundene Unternehmen halten nun 84,23 Prozent der Anteile am Interieurspezialist Grammer. Zusätzlich zu dem Anteil von 25,56 Prozent, den Ningbo Jifeng bereits hatte, haben sich insgesamt 58,66 Prozent der Aktionäre für das Übernahmeangebot entschieden. "Das Ergebnis freut uns sehr", erklärte Grammer-Vorstandschef Hartmut Müller, gegenüber Automobilwoche und begrüßt die gewonnene Klarheit in der Aktionärsstruktur.
Der strategische Partner von Grammer hatte Ende Juni 2018 ein Übernahmeangebot an die Aktionäre veröffentlicht. Zuvor hatten Grammer und Ningbo Jifeng eine Investorenvereinbarung für den Fall eines erfolgreichen Übernahmeangebots geschlossen.
Anfang August hatte die bosnische Unternehmerfamilie Hastor ihr Engagement bei Grammer nach zwei Jahren weitestgehend beendet. Die Hastor-Investmentgesellschaft Cascade hatte ihre Beteiligung von rund 19 Prozent an Grammer im Zuge des Übernahmeangebotes von Ningbo Jifeng bis auf einen Rest angedient, da man nach der Jifeng-Offerte keine Möglichkeit der "unternehmerischen Gestaltung" mehr sah.
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