Wilkau-Haßlau. InKaS 7.0 multihit heißt ein neuer Panzerstahl, der Fahrzeuge bei Beschuss schützen soll. Entwickelt wurde der Werkstoff in einem sächsischen Technologieförderprojekt unter Führung der IndiKar Individual Karosseriebau aus Wilkau-Haßlau. Das Unternehmen der Farmingtons Group Georgsmarienhütte agiert seit fünf Jahren als Anbieter von Sonderlösungen für die Automobilindustrie am Markt. Die Kompetenz reichen von der Materialentwicklung über die Prozessintegration von Sonderfahrzeugen, deren Individualisierung bis zur Erstellung von Prototypen, Fahrzeugstudien und Kleinserien von Karosserie- und Interieurbauteilen.
Unterstützt wurde die Technologieentwicklung von der Verbundinitiative Automobilzulieferer Sachsen (AMZ). Die Entwicklung von IndiKar und weiteren Partnern ist eines von mittlerweile 242 Technologie- beziehungsweise Kooperationsprojekten, die seit Gründung realisiert wurden.
Die über 100 IndiKar-Mitarbeiter planen weitere Technologieentwicklungen, zum Teil auch wieder mit Unterstützung von AMZ. Neben dem Einsatz von Stahl und Aluminium liegt der Fokus auf Faserverbund-Bauteilen, die für Strukturteile und hochdynamisch beanspruchte Beplankungen sowie Verkleidungen Anwendung finden. Das Thema alternative Materialien spielt auch bei großflächigen Panzerungsbereichen wie Dach, Stirn- und Rückwand eine Rolle.