München. "Wenn ich etwas negativ sehe, dann ist es die Lust nach der Macht des Ferdinand Piech“ – mit diesem und anderen Angriffen hat Peter Daniell Porsche, Sohn von Piech-Cousin Hans-Peter Porsche, in einem "Stern“-Interview den VW-Patriarchen attackiert. Der 38-jährige kritisierte insbesondere die zahlreichen Übernahmen der vergangenen Jahre. Damit habe der VW-Aufsichtsratschef nicht nur das Ziel verfolgt, günstigere und bessere Fahrzeuge zu produzieren, sondern er hat es laut Porsche beinahe nur getan, "um das persönliche Gefühl zu befriedigen, jetzt habe ich das auch noch geschafft“. Seinem Onkel wünscht er, dass er "solange er noch auf dieser Welt leben darf, weicher werden kann. Und ich habe so ganz leise das Gefühl, dass das in verschiedenen Bereichen auch stattfindet.“
Auch die ehemalige Porsche-Führungsetage bekommt Kritik zu hören: Über den früheren Porsche-Chef Wendelein Wiedeking und seinen Finanzchef Holger Härter sagte Porsche: "Man darf ihnen nicht die ganze Schuld zuweisen. Ohne Finanz- und Wirtschaftskrise hätte die Übernahme gelingen können. Aber ich will schon sagen: Die Dicke ihrer Zigarren und das Ausmaß der der Bankgeschäfte waren auf dem höchsten Niveau der Hochnäsigkeit und des jugendlichen Spieltriebs. Es war Größenwahn.“Peter Daniell Porsche selbst hat mit Autos nichts zu tun. Er ist Pädagoge und hat von seinem Teil des Erbes eine Waldorfschule und ein Bio-Restaurant bei Salzburg gegründet. Er lebt mit seiner Frau und seinen vier Kindern auf einem kleinen Bauernhof. Am 3. September, dem Geburtstag von Ferdinand Porsche, werden Peter Daniell Porsche und sein Onkel beim traditionellen Familientreffen aufeinandertreffen.Neffe greift Piech an
Peter Daniell Porsche, Neffe von VW-Patriarch Ferdinand Piech, hat seinen Onkel kurz vor dem traditionellen Familientreffen scharf kritisiert. Weitere Angriffe richteten sich einem Medienbericht zufolge gegen die früheren Porsche-Manager Wendelin Wiedeking und Holger Härter.
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