Stuttgart. Montavista Software, ein nordamerikanischer Spezialist für das Betriebssystem Linux für eingebettete Softwarelösungen, und der Zulieferer Robert Bosch Car Multimedia haben eine mehrjährige Zusammenarbeit vereinbart, um die Verbreitung von Linux im Fahrzeugbereich voranzutreiben. Der Vertrag sieht vor, dass Montavista Linux-basierte Software-Lösungen entwickelt, die Bosch dann in seine Car-Infotainment-Systeme integriert.
Das erste gemeinsame Produkt soll ein Fahrerinformationssystem sein. Als Grund für die Zusammenarbeit und den Wechsel auf Linux nannte Michael Bolle, Vizepräsident der Abteilung Automotive Navigations- und Infotainment-Systeme bei Bosch, dass es nicht einfach sei, Multimediaanwendungen auf proprietäre Softwarelösungen zu portieren. Das soll mit Linux einfacher werden. Ein Teil der Vereinbarung mit Bosch ist es, dass die Ergebnisse in die Genivi-Allianz einfließen. Diese hat sich eine quelloffene, autoübergreifende Plattform zum Ziel gesetzt.