München. Die Fahrzeugsteller setzen verstärkt auf den Einsatz von Naturfasern im Auto. Einer der Gründe dafür liegt in dem Wunsch nach Gewichtsreduzierung. Der Autobauer Ford setzt Naturfasern schon heute bei Verkleidungsbauteilen und nicht-sichtbaren Funktionsbauteilen ein, wobei neben Naturfasern auch andere Naturmaterialien verwendet werden. Dazu zählt beispielsweise Sojaöl anstelle von fossilem Rohöl bei der Herstellung von Schaummaterialien. "Hierbei legen wir großen Wert darauf, dass die Materialien für den Automobilbereich nicht in Konkurrenz zur Nahrungserzeugung stehen“, betont Tilman Schriever, Leiter des Bereichs Fahrzeugentwicklung, Karosserie-Innenraum bei Ford.
Bei den Kölnern werden nicht nur die Einsatzmöglichkeiten verschiedener Naturfasern (Sisal, Kokosnuss, Hanf, Holzfasern und anderes) als Substitutionswerkstoff analysiert, sondern dort werden auch Verfahren entwickelt, wie natürliche Abfallmaterialien zur Herstellung neuer Materialien genutzt werden können und an welchen Stellen im Produkt, aber auch im Produktionsprozess, sich solche Materialien einsetzen lassen.
"Alle Materialien, die im Fahrzeuginnenraum eingesetzt werden, müssen die strengen Ford-internen Anforderungen erfüllen, die wir uns gesetzt haben, um unseren Kunden den vom TÜV Rheinland zertifizierten, Allergie-freien Innenraum anbieten zu können“, betont Schriever.