Hiroshima. Mazda erhöht die Kapazität seines im Bau befindlichen Werks in Salamanca in Mexiko um 21 Prozent. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete, sollen dort jährlich 230.000 statt wie ursprünglich geplant 190.000 Fahrzeuge gebaut werden. Dazu gehören neben den Modellen Mazda2 und Mazda3, die ab 2014 in Salamanca von den Bändern laufen sollen, jährlich 50.000 Exemplare eines Kleinwagens von Toyota.
"Diese Aufstockung der Kapazität ist ein wichtiger Teil von Mazdas Bemühungen, seine Produktion in Übersee zu stärken, wie es in unseren mittel- bis langfristigen Planungen vorgesehen ist", sagte Mazda-Vorstandschef Takashi Yamanouchi. Neben Mazda haben auch die japanischen Konkurrenten Nissan und Honda Werke in Mexiko angekündigt, um ihre Kleinwagen für den nordamerikanischen Markt günstiger produzieren zu können.Im Gegensatz zu Toyota, Honda und Nissan importiert Mazda alle in den USA angebotenen Modelle aus Japan, was aufgrund hoher Lohnkosten in Japan und Transportkosten die Marge drückt. Für das noch bis Ende März laufende Geschäftsjahr erwartet Mazda einen Nettogewinn von 10 Milliarden Yen (rund 87,2 Millionen Euro). Im vorangegangenen Jahr hatte das Unternehmen mit einem Minus von 100 Milliarden Yen im dritten Jahr in Folge Verlust gemacht.Aufgrund seiner niedrigen Lohnkosten und seiner Freihandelsabkommen mit 37 Staaten ist Mexiko ein begehrter Produktionsstandort. Inklusive der jetzt geplanten Expansion investiert Mazda eigenen Angaben zufolge zusammen mit seinem Partner Sumitomo umgerechnet rund 397 Millionen Euro in das neue Werk. Als die Pläne für das Werk im Juni 2011 erstmals öffentlich vorgestellt wurden, war der Hersteller noch von rund 383 Millionen Euro ausgegangen. Im Jahr 2016 soll der Standort 4500 Menschen Arbeit bieten.Mazda erhöht Kapazität in Mexiko
Der japanische Hersteller will einem Agenturbericht zufolge in seinem geplanten Werk in Mexiko 21 Prozent mehr Autos bauen als zunächt vorgesehen waren.
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