München. Die zunehmende Verbindung digitaler und physischer Systeme in der Fertigung - Stichwort Industrie 4.0 - birgt enormes Potenzial zur Steigerung der Produktivität und Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen. Besonders der Maschinen- und Anlagenbau kann von der vierten industriellen Revolution profitieren. Allerdings ist hierzu ein rascher Aufbau von Kompetenzen in Software, datenbasierten Dienstleistungen und Systemintegration bei Industrieausrüstern und Produzenten erforderlich. So ein Ergebnis der Studie „Industrie 4.0 - Wie Deutschland es schafft, im internationalen Industrievergleich spitze zu bleiben“ der Boston Consulting Group (BCG). Der Bedarf an Fachkräften mit besonderen Fähigkeiten in der Informationstechnologie steigt damit weiter an. Allein im Maschinenbau kann sich durch Industrie 4.0 die Zahl der Arbeitsplätze um ein Prozent pro Jahr erhöhen.
Die rasante Entwicklung technologischer Treiber von Industrie 4.0 - vom durchgängigen digitalen Design bei Produkten, Fabriken und Automatisierungsabläufen über autonome Roboter und Cyber-Physical Systems bis zu Cloud und Big Data Analytics - verändert die Fertigungsbedingungen in allen wesentlichen Feldern der industriellen Produktion: Durch schnellere Marktfähigkeit, höhere Flexibilität, gesteigerte Produktivität und verbesserte Qualität können produzierende Unternehmen und Ausrüster in Deutschland in den kommenden fünf bis zehn Jahren ein erhebliches zusätzliches Wachstum erzielen, das bis zu 1,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts ausmachen kann. Derzeit entspricht das rund 30 Milliarden Euro pro Jahr.