Ulm. In den Industriebetrieben der Zukunft bleibt nichts mehr wie es war. Künftig soll das intelligente Werkstück ohne fremde Hilfe den optimalen Weg durch die Fertigung finden. Damit diese autonomen Technosphären entstehen können, müssen Mensch, Produkt, Maschine und Werkzeug in einem engen Kommunikationsverbund entlang des Produktionsablaufs agieren. Eine zentrale Rolle übernehmen dabei die Software-Systeme wie Guardus MES des Ulmer System- und Softwarhaus Guardus Solutions. Sie sind der Klebstoff zwischen Automatisierungs- und ERP-Ebene und zeichnen für die softwarebasierte Interaktion aller Akteure verantwortlich.
Um diese Aufgabe jedoch erfüllen zu können, bedarf es einer Maschinenkommunikation ohne jegliche Sprachbarrieren - und genau hier liegt die Industrie 4.0-Vision im Argen, heißt es bei Guardus MES. Bislang existieren keine etablierten Standards, die einen medienbruchfreien Datenfluss von und zwischen Produktionsanlagen unterschiedlichster Hersteller sicherstellen. Nun zeichnet sich eventuell ein Silberstreif am Horizont ab. Der jüngst vorgestellte offene Kommunikationsstandard „MTConnect“ der US- Gesellschaft für Produktionstechnologie (AMT - The Association For Manufacturing Technology) könnte ein Baustein für die lang ersehnte und vor allem marktgerechte Lösung darstellen.
„Es ist aktuell zu beobachten, dass sich internationale Produktionsanlagenhersteller der neuen Schnittstellentechnologie annehmen, um die Kommunikationsfähigkeit ihrer Anlagen auszubauen. Je nach dem, welche Dynamik diese Entwicklung annimmt, könnte sich endlich ein Standard durchsetzen, der, entgegen vieler anderer Ansätze, effizient und einfach zu implementieren ist. Und dies wäre auch im Zuge der internationalen MES-Standardisierung und -Marktdurchdringung ein echter Schritt in die Industrie 4.0-Zukunft“, erklärt Andreas Kirsch, Leiter des DIN Arbeitskreises MES und Convenor der ISO Arbeitsgruppe WG9 für Manufacturing Operations Management (MOM) sowie Vorstand von Guardus Solutions.