Stuttgart. Der Mahle Konzern hat im ersten Halbjahr 2011 den Umsatz gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um rund 19 Prozent auf knapp drei Milliarden Euro gesteigert. Um Wechselkurseffekte und Erstkonsolidierungen bereinigt, betrug das organische Wachstum des Kolbenherstellers plus 15,5 Prozent. Für das Gesamtjahr 2011 rechnet Mahle-Chef Heinz K. Junker mit einem Zuwachs von elf Prozent auf etwa 5,8 Milliarden Euro. Zwar werde das Umsatzwachstum im zweiten Halbjahr deutlich geringer ausfallen, doch rechnet der Mahle-Chef "mit einer generell stabilen globalen Automobilkonjunktur". Im kommenden Jahr sei allerdings nicht mit großen Wachstumsraten zu rechnen.
Belastend für das Ergebnis wirkten sich im ersten Halbjahr unter anderem die steigenden Materialkosten aus. Vor allem die Preise für Kupfer und Kunststoffgranulate seien in die Höhe geschnellt. Laut Junker lagen die Belastungen "im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich." Für das zweite Halbjahr rechnet er sogar mit einer noch höheren Belastung. Mögliche Wachstumsrisiken sieht Junker in der Entwicklung der Rohstoffpreise, der Schuldenkrise der Vereinigten Staaten und einiger Euroländer, zudem in der Inflationsentwicklung sowie in der nach wie vor ungewisse Erholung in Japan.
Der Zulieferer hat im Zuge der geplanten mehrheitlichen Übernahme der ebenfalls in Stuttgart ansässigen Behr-Gruppe Anfang des Jahres seine Anteile von 19,9 Prozent auf 36,85 Prozent erhöht. Mahle wird voraussichtlich zum 1. Januar 2013 die Anteile an der Behr-Gruppe auf mehr als 50 Prozent aufstocken und damit die Vollkonsolidierung in den Mahle Konzern in die Wege leiten. (Foto: Mahle)