Berlin. Nicht die Fahrzeughersteller, sondern die Wertschöpfungsketten werden miteinander konkurrieren, so die These von Detthold Aden, Vorstandsvorsitzender der BLG Logistics Group auf dem 3. Automobilwoche Kongress in Berlin. Ohne eine ausgefeilte Logistik ist eine Globalisierung nicht möglich, so der BLG-Chef. Künftig werde es verstärkt zu horizontalen gleichberechtigten Beziehungen zwischen den Partnern kommen.
Um optimale Logistikprozesse zu gewährleisten, plädiert er für strategische Partnerschaften. Aden hält es für wenig erfolgversprechend wenn die Fahrzeughersteller einzelne Logistikleistungen billig per Internetauktionen einkaufen, sondern er fordert gesamtheitliche Lösungen. "Wir wollen auch künftig keine Autos konstruieren, können aber die Vermarktung von Fahrzeugen logistisch unterstützen“, so Aden. Eine Option sei auch, dass die Fahrzeughersteller ihre eigenen Montageprozesse durch Outsourcing verkürzen. So schwebt ihm vor, für die Fahrzeughersteller bei Kleinserien die Montage von Autos im Ausland zu übernehmen. Oder aber die Option, Fahrzeuge auf dem Weg zum Kunden zu individualisieren. Dadurch werden neue Prozessketten kreiert und Logistik wird so zu einem komplexen Produktionsfaktor, so seine Schlussfolgerung.