Köln. Toyota zieht auch in Europa personelle Konsequenzen aus seinen bröckelnden Marktanteilen und aus dem Rückruf-Fiasko diesen Jahres. Zum 24. Juni werde der Franzose Didier Leroy das Amt des Präsidenten bei Toyota Motor Europe (TME) mit Sitz in Brüssel übernehmen, teilte Toyota mit. Amtsinhaber Tadashi Arashima muss den Posten räumen. Aus dem Umfeld des Unternehmens hieß es, Arashima werde nach Japan zurückkehren und Toyota vermutlich ganz verlassen.
Leroys vordringliche Aufgabe dürfte der Stopp der europaweiten Marktanteilsverluste des japanischen Herstellers sein. Dazu wird er auch zusätzliche Anstrengungen zur Aufbesserung des angeschlagenen Images von Toyota unternehmen müssen, das nach mehr als 1,7 Millionen Rückrufen in den vergangenen Monaten auch in Europa stark gelitten hat. Im Februar waren die Europa-Verkäufe von Toyota europaweit um 20 Prozent eingebrochen, im März um 13,6 Prozent und im April um 21,3 Prozent. Insgesamt war das Verkaufsvolumen nach Angaben des europäischen Automobilverbandes ACEA von Januar bis Ende April um 10,7 Prozent gesunken auf 205.995 Einheiten. 2009 hatte Toyota 882.000 Fahrzeuge in Europa verkauft.
"Indem wir uns auf unsere Stärken wie überragende Qualität und Kundenzufriedenheit konzentrieren, werden wir dem Unternehmen nachhaltigen Erfolg sichern. Wir wollen dabei mit aller Kraft das Portfolio der Marken Toyota und Lexus stärken. Unsere Fahrzeuge werden auch in Zukunft umweltfreundliche Mobilität und Fahrspaß miteinander verbinden und damit die Erwartungen europäischer Autofahrer erfüllen," kommentierte Leroy seine Ernennung.